Harald Simons
"Hochschulschriften" · Band 121
Dissertationsschrift
251 Seiten · 36,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-736-0
(März 2009)
Beschreibung
Die Öffentlichkeit geht davon aus, dass in den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung zunächst ein kurzes "Wirtschaftswunder" in Ostdeutschland stattgefunden hat, das aber allzu schnell von einer langanhaltenden Stagnation abgelöst wurde. Dies war und ist falsch. Vielmehr verlief die Entwicklung genau entgegengesetzt: Die ersten Jahre waren ein Desaster, Ostdeutschland verabschiedete sich nahezu vollständig aus der internationalen Arbeitsteilung. Im Jahre 1995 war die ostdeutsche Wirtschaft zu einer (bau-)subventions- und transferabhängigen, nahezu vollständig lokalisierten Ökonomie verkommen. Seither aber wächst die Wirtschaft in Ostdeutschland sehr viel stärker als allgemein angenommen, im Durchschnitt der Jahre ab 1996 um real rund 6%. Die Differenz zu den geringeren Wachstumsraten, die die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung ausweist, hat drei Ursachen:dem Verlag bekannte Rezensionen (Auszüge)
"Wer sich der wirklichen Mühe unterzieht und das Buch durcharbeitet, versteht am Ende etwas besser, warum der Aufschwung der ostdeutschen Wirtschaft in den Jahren 1992 bis 1995 kein "Wirtschaftswunder" war, sondern eher der Anfang einer fatalen Fehlentwicklung. Plausibel ist auch, dass die Transferleistungen aufgrund ihrer konsumorientierten Struktur zu einer Lokalisierung und Regionalisierung der ostdeutschen Wirtschaft geführt haben und sich der Unternehmenssektor entsprechend kleinteilig und auf den regionalen Markt ausgerichtet entwickelte. Simons resümiert: "Im Jahre 1995 war die ostdeutsche Wirtschaft zu einer (bau-)subventions- und transferabhängigen, nahezu vollständig lokalisierten Ökonomie verkommen.
Nichtsdestotrotz aber fügt sich das Buch in die zuletzt wieder aufgelebte Debatte über die Transferleistungen und ihre Wirkungen hervorragend ein, bereichert diese und trägt so dazu bei, Ostdeutschland aus der "Transferfalle" zu befreien."