Dirk Löhr
32 Seiten · 7,05 EUR
(Oktober 2010)
Aus der Einleitung:
Oliver E. Williamson und Elinor Ostrom wurden in 2009 mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet. Dies kann durchaus als eine Stärkung der institutionalistischen Ausrichtung gegenüber der mathematisch dominierten Wirtschaftswissenschaft gesehen werden. Allerdings repräsentieren Williamson und Ostrom vollkommen unterschiedliche Ausrichtungen des Institutionalismus. Williamson kann wohl als ein Repräsentant des Mainstream des Neoinstitutionalismus bezeichnet werden. Diese Richtung beschäftigt sich mit Transaktionskosten, Politischer Ökonomie, Hierarchie und Organisation, Public Choice und Eigentumsrechten. Ostrom hingegen repräsentiert eine eher heterodoxe Variante des Institutionalismus, die noch bis vor Kurzem von vielen Ökonomen nicht so richtig ?für voll genommen? wurde. Im nachfolgenden Aufsatz wird insbesondere die Auffassung der Neoinstitutionalisten bezüglich der Rolle der Eigentumsrechte einer Kritik unterzogen. Es werden Implikationen für die Ordnungspolitik aufgezeigt.