Frank Beckenbach, Jan Nill
23 Seiten · 5,42 EUR
(März 2005)
Aus der Einleitung der Herausgeber:
Frank Beckenbach und Jan Nill plädieren für eine evolutorische Betrachtung des ökonomischen Systems als Erweiterung der ökologischen Ökonomik. Denn, so die Autoren, wenn Nachhaltigkeit als Herausforderung Ernst genommen werde, dann bedürfe es einer dynamischen Perspektive und dem Verständnis von Treibern und Hemmnissen von ökonomischen Veränderungsprozessen, d.h. letztlich von Innovationen. Die ökologische Ökonomik habe jedoch bisher, durch die Erweiterung der Allokationstheorie um die Scale-Problematik, eine zu statische und gleichgewichtsorientierte Konzeption des ökonomischen Systems übernommen. Erst eine evolutorische Analyse könne Aufschluss darüber geben, ob, und wenn ja, wie, moderne Marktgesellschaften zu einer dauerhaften ökologischen Orientierung in der Lage seien. Gegenstände dieser Analyse sollten das Zusammenwirken der technischen und wirtschaftlichen Entwicklung und die sich hieraus ergebenden Entwicklungsblockaden sein, die durch die Umweltfolgen wirtschaftlicher Aktivitäten ausgelösten Lernprozesse sowie die Genese des politischen Handelns. Eine derartige evolutorische Erweiterung der ökologischen Ökonomik, so Beckenbach und Nill, bilde eine viel versprechende Grundlage für ein prozessorientiertes „Management of Sustainability“, das ökologischen Problemen besser gerecht würde.