sprache deutsch
sprache english
» Zum Warenkorb
0 Artikel - 0,00 EUR


Donnerstag, 17. Mai 2012
 Startseite » Ökonomie  » Ökonomische Analyse  » Makroökonomie 

Jürgen Kromphardt (Hg.)

Keynes General Theory nach 75 Jahren

"Schriften der Keynes-Gesellschaft" · Band 5

270 Seiten · 34,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-887-9 (Dezember 2011)

 
lieferbar sofort lieferbar
 
pdf
Dieses Buch gibt es auch im PDF-Format
zum Download für 27,14 EUR
 

Beschreibung

Vor 75 Jahren erschien das Hauptwerk von Keynes, die "Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes" im englischen Original und in deutscher Übersetzung und revolutionierte das makroökonomische Denken. Dieser Band enthält Referate, die auf der Tagung der Keynes-Gesellschaft im Februar 2011 gehalten wurden und die den Bogen spannen von Keynes? damaligen Überlegungen zu heute zentralen Problembereichen. Dazu gehörten die zunehmend ungleiche Verteilung der Einkommen mit ihren negativen Konsequenzen für die Binnennachfrage und das verstärkte Gewicht der Geld- und Finanzmärkte. Beide erfordern wirtschaftspolitische Maßnahmen, die von einem Umsteuern bei der Einkommensverteilung bis zu einer Finanztransaktionssteuer reichen.

Inhaltsverzeichnis

I. Erneute Relevanz der Einkommensverteilung

Richard Hauser / Hagen Krämer
Zunehmende Ungleichheiten in der Einkommens- und Vermögensverteilung

Jürgen Kromphardt
Die wiederentdeckte Einkommensverteilung in der keynesianischen Analyse

Fritz Helmedag
Effektive Nachfrage, Löhne und Beschäftigung

Herbert Schui
Profitrate, Verteilung, Beschäftigung

II. Verstärkte Bedeutung der Geld- und Finanzsphäre

Peter Spahn
Liquiditätspräferenz, endogenes Geld und Finanzmärkte: Keynes' Zinstheorie in theoriegeschichtlicher und aktueller Perspektive

Sebastian Gechert
Der Multiplikator in einer Kreditgeldwirtschaft

Stephan Schulmeister
A General Financial Transactions Tax: Revival of a Concept 75 Years after Keynes' Proposal

III. Zwei wirtschaftliche Phasen im Lichte der "General Theory"

Reinhard Blomert
Roosevelts New Deal ? ein Vorgriff auf Keynes' "General Theory"?

Erinc Yeldan
The "General Theory" and the Principle of the Multiplier after 75 Years: An Application to Turkey
Autorenverzeichnis

dem Verlag bekannte Rezensionen (Auszüge)

Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, 2012, 232/2, S. 194-196 (Michael Wohlgemuth)  [ nach oben ]

"Als vor wenigen Jahren die Immobilien-, Finanz- und Wirtschaftskrisen ausbrachen, war auch von einer Krise der Wirtschaftswissenschaften die Rede. Tatsächlich war es nicht gerade der Beleg einer progressiven Wissenschaft, dass bei der Suche nach einer Erklärung und Behebung der Krisen in der öffentlichen und selbst der akademischen Diskussion längst verstorbene Ökonomen und deren Theorien der 1930er Jahre "ausgegraben" werden mussten: Friedrich August von Hayek etwa; vor allem aber John Maynard Keynes. Tatsächlich stellen sich heute die gleichen Grundfragen der Diagnose:durch zu billigen Kredit induzierte Über- und Fehlinvestitionen (Hayek) oder die "drei U's", die sich auch schon bei Keynes finden lassen: Ungleichheit der Verteilung, Ungleichgewichte im Außenhandel und Unterregulierung der Finanzmärkte?

Die Autoren des vorliegendes Sammelbandes vertreten die zweite Sichtweise.

Keynes lebt - in vielerlei Gestalt, wie dieser Band demonstriert. Heterogenität und auch Heterodoxie, wie sie hier vorkommen, sind es wert, wahrgenommen zu werden, weil sie einen spannenden Diskurs jenseits des "mainstream" versprechen. Für einen marktprozesstheoretisch geprägten Ordnungsökonomen (inzwischen eine ebenfalls arg unorthodoxe Erscheinung) bieten diese gut 200 Seiten hinreichend Bereicherung, aber auch Zumutungen. Hierzu gehört etwa die in vielen Beiträgen kritisierte "neo-merkantilistische Wachstumsstrategie" von "Deutschland". Wer ist hier der Akteuer, der Stratege? Werden deutsche Exporte im Ausland von Privaten freiwillig nachgefragt oder von dunklen Mächten um Angela Merkel anderen aufgenötigt? Sind deutsche Löhne das Ergebnis einer "heimtückischen" Verschwörung ("dumping") oder autonomer Tarifverhandlungen mit deutschen Gewerkschaften, die zudem beachtliche Beschäftigungserfolge zeitigte? ... Den in den meisten Beiträgen deutlichen "Planification"-Keynesianismus einmal selbstkritisch (historisch, empirisch, komparatistisch) zu hinterfragen, wäre sicher auch eine wertvolle Aufgabe der Keynes-Gesellschaft. Bis dahin bietet aber auch dieser Band wertvolle Einsichten und kreative Reibungsflächen sowie dunkle Vorahnungen dessen, was auf Deutschland und Europa ökonomisch wie politisch zukommen könnte."


Schnellsuche

Externe Links

free of shipping costs
versandkostenfrei

Der Autor
Prof. Dr. Jürgen Kromphardt
Jürgen Kromphardt Vorsitzender der Keynes-Gesellschaft. Langjährige Tätigkeit in der EWG-Kommission in Brüssel, Habilitation in Münster, 1968-1980 o. Professor der Volkswirtschaftslehre in Gießen, danach an der TU Berlin, 1999-2004 Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. [weitere Titel]
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, 2012, 232/2, S. 194-196 mehr...
das könnte Sie auch interessieren