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Donnerstag, 17. Mai 2012
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Keynes, Globalisierung und Strukturwandel
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Hagen Krämer

Keynes, Globalisierung und Strukturwandel

33 Seiten · 5,33 EUR
(Mai 2011)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Ungleichheit und Unausgewogenheit spielen ebenfalls in dem Beitrag von Hagen Krämer eine zentrale Rolle. Krämer wirft zunächst die grundsätzliche Frage nach einer Bilanz der Globalisierung für Wirtschaft und Gesellschaft auf, denn mit der Weltwirtschaftskrise 2008/2009 sind auch die Schattenseiten der Globalisierung wieder deutlicher zu Tage getreten. Sie betreffen neben den unmittelbaren konjunkturellen Abhängigkeiten der Länder voneinander vor allem die Konsequenzen für die Einkommensverteilung sowie das Problem der Leistungsbilanzungleichgewichte und die damit zusammenhängenden Auswirkungen auf die jeweiligen nationalen Wirtschaftsstrukturen. In Deutschland hat sich im Zuge der Globalisierung nicht nur ein struktureller Leistungsbilanzüberschuss, sondern damit auch eine interne Wirtschaftsstruktur herausgebildet, die man mit Keynes als "unausgewogen" bezeichnen könnte. Keynes hat sich, was weniger bekannt ist, nicht nur mit nachfragebedingter, sondern auch mit Arbeitslosigkeit befasst, die durch den strukturellen Wandel hervorgerufen wird. In Deutschland hat die einseitige Ausrichtung der Wirtschafts- und Sozialpolitik auf die Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der exportorientierten Industriesektoren eine Reihe von problematischen Entwicklungen mit sich gebracht. Basierend auf der zu diesem Zweck propagierten Lohnzurückhaltung ist die Binnenwirtschaft und hier insbesondere der binnenorientierte Dienstleistungssektor im internationalen Vergleich in Deutschland heute unterentwickelt. Nach Krämers Ansicht hat dies auch mit ungerechtfertigten Vorurteilen gegenüber Dienstleistungen per se zu tun, weshalb er einige zentrale Einwände gegenüber Dienstleistungen einer kritischen Überprüfung unterzieht. Da Leistungsbilanzüberschüsse auf Dauer nicht haltbar sind, stellt die Konzentration auf die industriellen Exportsektoren für Deutschland kein Zukunftsmodell dar.


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Der Autor
Prof. Dr. Hagen Krämer
Hagen Krämer Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Karlsruhe. Zuvor wiss. Mitarbeiter am Institut für Konjunktur- und Strukturforschung (Universität Bremen) anschließend beschäftigt als Volkswirt in einem internationalen Industrieunternehmen. [weitere Titel]