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Donnerstag, 17. Mai 2012
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Die unterschiedliche Wachstumsdynamik in den USA und Deutschland in den neunziger Jahren
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Stephan Schulmeister

Die unterschiedliche Wachstumsdynamik in den USA und Deutschland in den neunziger Jahren

37 Seiten · 7,67 EUR
(Oktober 2001)

 
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Aus der Einleitung des Herausgebers:

Die ganze Dynamik der US-Prosperitätsphase wird deutlich, wenn sie mit der Entwicklung in Kontinentaleuropa bzw., als dessen Referenzland, mit dem Wachstumspfad Deutschlands in den 1990er Jahren verglichen wird. Stephan Schulmeister untersucht die komparative Entwicklung verschiedener Komponenten der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und versucht ihre Zusammenhänge zu interpretieren und die Wachstumsdifferenzen zwischen Deutschland und den USA daraus abzuleiten. Auffallend ist, dass insbesondere die Komponenten der Binnennachfrage – Konsum, staatliche und private Investitionen – in den USA über die gesamten 1990er Jahre deutlich schneller und stabiler wuchsen als in Deutschland, während die außenwirtschaftliche Nachfrage – die Exporte – in beiden Ländern etwa gleichermaßen expandierten. Von besonderer Bedeutung für die unterschiedliche Wachstumsperformanz in beiden Volkswirtschaften dürfte die private und öffentliche Investitionstätigkeit gewesen sein, die in den USA vom positiven Differenzial zwischen der Wachstumsrate der Wertschöpfung (BIP) und dem Geldmarktzins profitierte. Interessant ist auch die komparative Entwicklung der realen Wechselkurse von US-Dollar und D-Mark. Die starke Abwertung des US-Dollars Mitte der 1980er Jahre, die weit unter die Kaufkraftparität (der sogenannten ‚tradables‘) fiel und somit eine ‚Unterbewertung‘ des Dollars anzeigte, trug sicher zur guten Exportperformanz der USA – der Anteil der Export am gesamten Welthandel stieg seit Mitte der 1980er Jahre deutlich von 14% auf 22% an – bei, spiegelbildlich zeigte die D-Mark ein deutlich ‚Überbewertung‘ seit Anfang der 1990er Jahre und einen Rückgang des deutschen Exportanteils am Welthandel von 17% auf 12%. Unklar bleibt allerdings, wieso diese Wechselkurskonstellationen mit einem Leistungsbilanzdefizit der USA auf Rekordhöhen und einem Leistunsbilanzüberschuß der Bundesrepublik einhergingen.


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Der Autor
Prof. Dr. Stephan Schulmeister
Stephan Schulmeister Wissenschaftlicher Referent am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo), Wien. [weitere Titel]